Herzlich willkommen bei Dr. Martin Mayer (Siegertsbrunn) MdB!

Pressemitteilung CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Berlin, 14. Januar 2000

Mayer: Kein Interesse der Bundesregierung an seltenen Krankheiten

Anläßlich der Beantwortung der Kleinen Anfrage 'Forschung für Arzneimittel gegen seltene Krankheiten (Orphan-Medikamente)' erklärte der Initiator der Anfrage, Dr. Martin Mayer (Siegertsbrunn) MdB:

Der Forschung für Arzneimittel gegen seltene Krankheiten (Orphan-Medikamente) wird von der Bundesregierung auch in Zukunft kaum Bedeutung beigemessen. In der Antwort auf die Kleine Anfrage werden lediglich 'spezielle Maßnahmen' zur Förderung der Orphan Medikamente durch das Bundesforschungsministerium vage in Aussicht gestellt. Konkrete Vorstellungen über eine Forschungsförderung, die besonders mittelständischen Unternehmen zugute kommen müsste, gibt es offenbar nicht. Dabei fehlt es vor allem bei seltenen Krankheiten an Medikamenten, weil der Markt in diesem Bereich sehr klein ist und sich die Entwicklungs- und Herstellungskosten schwer rechnen.

Die EU hingegen hat nach amerikanischem Vorbild eine 'Verordnung über Arzneimittel für seltene Krankheiten' erarbeitet, die noch in diesem Monat in Kraft treten soll. Sie sieht zum Beispiel einen Erlass der Zulassungsgebühren für diese Medikamente, eine 10-jährige Marktexklusivität und Vereinfachungen bei den durchzuführenden klinischen Prüfungen vor. Diese Verordnung wird noch durch ein Aktionsprogramm begleitet, das eine Verbesserung des Fachwissens über seltene Krankheiten und die grenzübschreitende Zusammenarbeit zum Ziel hat.

Wortlaut der Beantwortung der Anfrage unter http://www.m4m.de/biotechnik/anfrorph.htm

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© Pawlik; 19. Jan. 2000